Prof. Isabel Torgal

Klinische Direktorin; Fachärztin für Gynäkologie, Subspezialistin in Reproduktionsmedizin

Berufsausweis der Ärztekammer: Nr. 13512

Prof. Isabel Torgal gründete Ferticentro im Jahr 2002 und hat ein besonderes Interesse an den Bereichen medizinisch assistierte Reproduktion und endokrine Gynäkologie.

Sprachen: Portugiesisch, Englisch und Französisch.

Professorin Isabel Torgal ist eine landesweit anerkannte Persönlichkeit auf dem Gebiet der Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin.   Sie schloss 1972 ihr Medizinstudium an der Medizinischen Fakultät der Universität Coimbra ab, spezialisierte sich 1980 in Gynäkologie und Geburtshilfe und wurde später Subspezialistin für Reproduktionsmedizin. Seit 1998 ist sie Mitglied des Koordinationsrats für Reproduktionsmedizin der portugiesischen Ärztekammer. 1992 promovierte sie im Fach Gynäkologie an derselben Institution mit den Dissertationen „Meiose menschlicher Eizellen – regulatorische Faktoren“ und „Zytogenetik und Unfruchtbarkeit.“Zwischen 1992 und 2016 baute sie eine herausragende akademische Karriere an der Medizinischen Fakultät der Universität Coimbra auf, wo sie Professorin und Lehrstuhlinhaberin der Gynäkologie war. Parallel dazu arbeitete sie klinisch im Universitätsklinikum Coimbra, wo sie von 1980 bis 2016 tätig war und das Gynäkologisches Zentrum leitete, bis sie in den Ruhestand ging.

Als Pionierin der medizinisch assistierten Reproduktion (MAR) in Portugal arbeitet sie seit 1985 in diesem Bereich. Sie gehörte zum Team, das die Abteilung für Reproduktionsmedizin an den Coimbra Universitätskliniken gründete, war am ersten erfolgreichen MAR-Geburtsergebnis in Coimbra 1988 beteiligt und gründete zwischen 1983 und 1989 das Zytogenetik-Labor des Gynäkologie-Zentrums Ihre Karriere umfasst zudem Fortbildungsaufenthalte an führenden internationalen Zentren in Israel, Frankreich und Dänemark, wodurch sie ihre Expertise in Embryologie, Endokrinologie und IVF-Techniken vertiefte.

Im Laufe ihrer Karriere hatte sie zahlreiche bedeutende institutionelle Positionen inne.  Sie war Präsidentin der Portugiesischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin von 1996 bis 1999, mehrfach Vizepräsidentin derselben Gesellschaft, Vizepräsidentin der Portugiesischen Gesellschaft für Gynäkologie und ist derzeit Mitglied des Technischen Rates der Portugiesischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin, wobei sie seit der Gründung in allen Führungsgremien mitwirkte Sie vertrat Portugal außerdem in internationalen Organisationen wie dem European Board and College of Obstetrics and Gynecology, der International Federation of Fertility Societies und dem European Board and Royal College of Obstetrics and Gynecology in London.  Sie arbeitete als Beraterin der Weltgesundheitsorganisation bei der Bewertung von Krankenhausstrukturen in Kap Verde und war Mitglied von Prüfungskommissionen der Portugiesischen Ärztekammer im Fach Gynäkologie und Geburtshilfe.

Professorin Isabel Torgal verfügt über ein umfangreiches wissenschaftliches und akademisches Werk:  Sie betreute zahlreiche Master- und Doktorarbeiten, koordinierte mehrere Forschungsprojekte und hielt über 600 Vorträge und wissenschaftliche Präsentationen im In- und Ausland.  Sie ist Autorin oder Mitautorin von über 200 Artikeln in nationalen und internationalen Fachzeitschriften, wirkte an mehreren medizinischen Fachbüchern mit und ist Autorin des Werkes „Physiologie des Ovars“ (Fundação Schering Lusitana, 2004) Sie war Mitglied von Redaktionsausschüssen und wissenschaftliche Gutachterin für renommierte Zeitschriften wie Fertility and Sterility, Revista Iberoamericana de Fertilidad y Reproducción Humana, Revista da Sociedade Portuguesa de Ginecologia e Medicina da Reprodução und Acta Obstetrica e Ginecológica Portuguesa.

2002 gründete sie Ferticentro, wo sie seitdem als Klinische Direktorin tätig ist.  Unter ihrer Leitung führte die Klinik in Portugal mehrere Innovationen ein, darunter das Embryoscope-System zur Embryokultur (2013) und ein automatisiertes System zur Rückverfolgbarkeit von Proben (2015). 2019 gründete sie außerdem die erste private Gametenbank des Landes.  Unter ihrer Führung erzielte Ferticentro mehrere regionale Premieren, darunter Schwangerschaften durch kryokonservierte Embryotransfers, diverse Techniken der Hodenbiopsie, IVF-Behandlungen mit Gameten- und Embryospende, präimplantationsgenetische Diagnostik für monogene Erkrankungen und strukturelle Chromosomenumstellungen, Aneuploidie-Screenings, Vitrifikation von Eizellen und Embryonen, MAR-Techniken für HIV-seropositive Paare und reziproke Befruchtung bei Frauenpaaren.

Ihr humanistischer, wissenschaftlicher und klinischer Werdegang macht Professorin Isabel Torgal zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Entwicklung der Reproduktionsmedizin in Portugal. Sie spielt bis heute eine aktive Rolle bei der Weiterentwicklung des Fachgebiets und bei der Sicherung von Qualität und Innovation in der Versorgung von Familien.

Ferticentro entstand aus dem Bedürfnis, Gynäkologie und Reproduktionsmedizin an einem einzigen Ort zu vereinen. Es war eine Struktur, die mir fehlte, um meine Patientinnen mit der Qualität und Kontinuität begleiten zu können, die ich mir wünschte. Im Laufe der Jahre erkannte ich, dass nur ein von Grund auf neu konzipiertes Zentrum mit engagierten Teams und modernster Technologie eine integrierte und hochspezialisierte Betreuung ermöglichen würde – von der ersten gynäkologischen Untersuchung bis zu den fortschrittlichsten Fertilitätsbehandlungen.

Prof. Isabel Torgal